maylu_fsuche.jpg Verena Münch/BRK
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Flächensuche

Ansprechpartnerin

Nicola Ullmann

nicola(at)brk-rettungshunde-ab.de

Die Prüfung in der Fläche ist das Ziel für alle unsere Teams. Auch die Hunde, die darüber hinaus in der Trümmersuche oder in der Wassersuche gearbeitet werden, trainieren in der Flächensuche. Grund hierfür ist zunächst, dass unsere Einsätze am häufigsten Vermisstensuchen im unwegsamen Gelände sind. Dazu kommt, dass die Grundausbildung in der Fläche ein wichtiger Baustein in den anderen Sucharten ist. Wichtige Faktoren sind Sozialverträglichkeit mit Artgenossen, Menschenfreundlichkeit, Triebförderung, Bindung zum Opfer sowie Teamarbeit und Bindung zwischen Hund und Hundeführer. 

Auf diese ersten Stationen in der Rettungshundeausbildung verwenden wir viel Zeit und Sorgfalt. Auch wenn es oft schwer ist, langsam in der Ausbildung voran zu gehen, so erleben wir doch, dass die Hunde stabiler sind, weniger oft einbrechen und bereits Erlerntes besser behalten. 

Unser Ausbildungskonzept umfasst folgende Stufen, die in der Regel in 2-3 Jahren durchlaufen werden: 

Opferbindung
(Spielkreis für den Hund, objektfreie Spiele mit dem Mensch)

Ziel: Konzentration aufbauen und verlängern, Spielen auch mit Fremdpersonen (Vertrauen aufbauen), Wesenssicherung  

Triebförderung
Ziel: Führeranzeige (bei noch zu schwacher Opferbindung), Fremdanzeige ohne Bellen, Einführen des Kommandos "Such".

Bellen (am Opfer)
Ziel: Bellen (bei Freiverweisern - hier kann auch der Aufbau anderer Arten der Anzeige aufgebaut werden, wie zum Beispiel Bringseln oder Rückverweiser), Bellen auch unter Ablenkung

Anzeige (gezogen, außer Sicht, ohne Geräusch)
Ziel: Opfer läuft weg, Hund wird hinterher geschickt, Opfer wird angezeigt, wenn es nicht mehr direkt wegläuft, Opfer muss noch nicht gesucht werden bzw. macht sich noch bemerkbar. 

Anzeige mit Ablenkung
Ziel: Opfer liegt bereits im Versteck, sicheres Bellen am Opfer, kein Verlassen des Opfers, Bellen auch unter Ablenkung, sicheres Erkennen des Opferschemas, Opferbindung ist vorhanden, Konzentration ist gut.

Kurzsuche
Ziel: Gezogene Suche (Person läuft weg), Fremdsuche mit einer Person (50m Abstand), später mit zweiter Person (mit Anreizen), Erlernen der Nasenarbeit, Orientierung und Einsatztaktik wird eingebaut (für den Hundeführer ). 

Suche (Prüfungsniveau)
Ziel: zwei Personen sicher im Prüfungsgebiet suchen (Suchgebiet 30.000m² in 20 Minuten absuchen und zwei Opfer finden), Festigen von Orientierung und Einsatztaktik, trainieren, dass die Suche "immer und überall" funktioniert.

Einsatzsuche
Ziel: Verschiedene Opfersituationen, Lösen verschiedener Auffindesituationen, Konditionssteigerung, Suchen unter Stress.

Um diese Stufen zu durchlaufen setzen wir wenigsten 2,5 Jahre an. Je nach Hund, Hundeführer, Verweisart und anderen Rahmenbedingungen ändert sich die Dauer der Ausbildung. Nicht vergessen werden darf: Der Hundeführer macht ja zugleich eine Fachdienstausbildung, die ebenfalls abgeschlossen sein muss, bevor das Team zur Prüfung antritt!